Aktuelle Projekte

Die Löwenburgruine

Die Löwenburgruine bei Bad Honnef im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis ist eine der bekanntesten und besterhaltenen mittelalterlichen Burgen entlang des Rheines.
Die im 12. Jahrhundert errichtete Burg ragt in einer Höhe von 450 Metern üNHN über dem Rheintal.
Im Winter 2012 waren an der Außenmauer des Bergfriedes Risse aufgetreten, die provisorisch mit einer Betonplombe gesichert worden waren. Zur dauerhaften Sicherung des Mauerwerks waren jedoch weitere Sanierungsmaßnahmen von Nöten. Im Frühjahr 2013 erhielt die Firma Archbau den Auftrag, die mittelalterlichen Verfüllschichten im Inneren des Bergfriedes sachgemäß zu entfernen, um das Mauerwerk für weitere Sicherungsmaßnahmen zugänglich zu machen. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, da der Zugang zur Ruine für Baugerät nicht möglich war. So mussten die Schachtarbeiten und die Entsorgung von etwa 100 m³ Abraums größten Teils von Hand erfolgen.
Im Rahmen dieser Tätigkeit konnten Verfüllschichten des 13. bis 15. Jh. mit einem sehr reichen Fundinventar dokumentiert werden. Zu den Funden gehörte eine große Menge Tonscherben von Alltagsgeschirr, neun völlig intakte Krüge und Becher aus Siegburger Steinzeug sowie zwei duzend Armbrustbolzen und mittelalterliche Architekturelemente. Die Maßnahme öffnete somit ein Fenster in die Bau- und Alltagsgeschichte der Burg. Zusätzlich zur archäologischen Dokumentation erhielt die Firma Archbau den Auftrag, die Löwenburganlage erstmals tachymetrisch und fotogrammetrisch zu vermessen. Hierzu wurde unter anderem eine Befliegung vorgenommen.

Untersuchung des Autobahnbaues der A8 zwischen Augsburg und Ulm

Ab Juni 2011 werden von der Firma ARCHBAU im Rahmen des Ausbaues der A8 zwischen Augsburg und Ulm Prospektionen und Ausgrabungen durchgeführt. Bei diesem Bauvorhaben sind insgesamt 20 Verdachtsflächen mit einem Flächenumfang von 937.000m² beauflagt.
Bei den bisherigen Untersuchungen konnte in der Gemarkung Burgau, Landkreis Günzburg eine mehrphasige Siedlung aus der Bronzezeit und der Hallstattzeit nachgewiesen werden. Der hallstattzeitlichen Siedlung ließ sich ein handwerklich genutztes Areal mit Feuerstellen zur Metallverarbeitung zuordnen.
In einer weiteren Verdachtsfläche der Gemarkung Scheppach, Landkreis Günzburg war der längere Abschnitt eines frühneuzeitlichen Wehrgrabens mit Waffenfunden aus der Nutzungszeit nachweisbar. Der Graben wurde nach dem vorläufigen Untersuchungsstand im Dreißigjährigen Krieg von 1648 oder in den Bauernkriegen des 15. Jahrhunderts genutzt. In einem nahegelegenen Untersuchungsareal der Gemarkung Scheppach, Landkreis Günzburg ist weitere Ausgrabung im Waldmontagewerk Kuno I geplant, in dem am Ende des zweiten Weltkrieges die Düsenflugzeuge Messerschmidt Me 262 endmontiert worden sind. Durch Prospektionen in der Gemarkung Hirbilingen, Landkreis Ausgburg konnte außerdem der Nachweis eines Mühlenkanales erbracht werden, dessen genauere Untersuchung ebenfalls vorgesehen ist.

 

 Essen-Werden: Folkwang-Musikschule, Neubau Folkwangbibliothek

Wetterschutz in Gerüstbauweise für die Ausgrabungen in Essen-Werden, Folkwang-Musikschule, Neubau Folkwangbibliothek (Abtei Werden, Mittelalter/Neuzeit).